Soldaten der Zukunft?


Pünktlich zur Premiere von “Iron Man” will die Firma Raytheon sich die Filmwerbung zunutze machen und stellt ihr Konzept für ein Exoskelett vor. Wenn es nach dem Willen der Schöpfer geht, werden in näherer Zukunft alle US-Soldaten mit so einem Ding rumlaufen, um damit ihre Stärke, Ausdauer und Beweglichkeit zu vergrößern. Zitat: “Made of a combination of sensors, actuators and controllers, the futuristic suit enables a test engineer to easily carry a man on his back or lift 200 pounds several hundred times without tiring. Yet, it is agile enough to play soccer and climb stairs and ramps without issue. The suit is being developed for the U.S. Army.

Wahnsinn. Ich bin begeistert. Die Visionen von Robert A. Heinlein werden Wirklichkeit. Lustig finde ich dabei nur den coolen Macker mit Kittel und Sonnenbrille links im Hintergrund, der da offensichtlich ein verdammt dickes Kabel in Händen hält. Vermutlich die Stromversorgung und die Verbindung zum Großrechner, welcher die nötigen Berechnungen anstellt. Das kann man, zumindest momentan, nämlich nicht in so einen Anzug integrieren.

Die 200 Pfund, die man so mühelos heben kann, werden wahrscheinlich das Gewicht der Akkus sein, die man auf dem Rücken trägt. Und was passiert, wenn die Akkus leer werden? So mitten auf dem Schlachtfeld? Die Motoren in dem Anzug ziehen sicher massig Saft und da werden die Akkus nicht lange halten. Das bedeutet, die GIs, die künftig das Ding tragen sollen, werden immer schön neben dem HMMWV herlaufen müssen, in dem sich die Batterien und die Computer befinden. Wo bleibt denn da die Beweglichkeit?

Mein Tipp an alle “Freiheitskämpfer”, die sich irgendwann mit diesen “Iron Men” konfrontiert sehen: Bolzenschneider. Und die Handschuhe nicht vergessen, wegen der Arbeitssicherheit.

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