Open-Source-Car?

Ein Artikel in der Welt beschäftigt sich OSCar, dem Open-Source-Car. Ich weiß nicht, ob das Projekt eine Homepage hat, es gibt da zwar was (hier), aber das sieht nicht so richtig nach dem Artikel aus. Wenn das Auto soweit gediehen ist, wie im Beitrag beschrieben, scheint die Webseite nicht auf dem neuesten Stand zu sein. Oder bin ich nur zu blind?

Leider wird im Artikel nicht besonders deutlich, wo die Open-Source-Idee liegt. Ist das jetzt so zu verstehen, dass eine Reihe freier Entwickler Gehirnschmalz zum Auto geliefert haben? Und wer hat das Vorzeige-Auto nun gebaut?

Im Bereich Software kann ich den Open-Source-Gedanken gut verstehen. Eine Menge Ideen, die zusammenkommen, kanalisiert und umgesetzt werden. Ein Prozeß, sozusagen. Jeder, der Code schreibt und sich daran beteiligt, trägt quasi zum Produkt bei. Im Gegensatz zu einem Auto, wo nach einer Entwicklerphase die Produktion kommt. Und da hört für mich Open-Source irgendwie auf. Laut Wikipedia wird Open Source wie folgt definiert:

1. Die Software (d. h. der Quelltext) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor.

2. Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.

3. Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden.

Bezogen auf Open Hardware bedeutet das, “freien Zugang zu allen Informationen, eine entsprechende Hardware herzustellen”.

Ich meine, das ist ja alles gut und schön, aber im Gegensatz zu Software kann eben nicht jeder an Open Hardware herumbasteln. Dazu braucht es ein Unternehmen (wie auch immer geartet), das in der Lage ist, diese Hardware herzustellen. Im Falle von OScar wohl eben einen Autohersteller. Und den Burschen traue ich nicht. Werden die dann Lizenzgebühren bezahlen? Oder verleibt der Hersteller sich die Pläne ein, geht nochmal mit seinen Ingenieuren drüber und verkauft das Auto dann als Eigenentwicklung? Zu Open Source gehört halt auch die Bereitschaft, im Gegenzug wieder etwas an die Community zurückzugeben. Das geht mit Software definitiv einfacher als mit Hardware.

Grundsätzlich finde ich die Idee gut. Aber als freier Entwickler hätte ich Angst, dass sich jemand die Früchte meiner Arbeit einverleibt und damit Reibach macht.

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